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Wenn man als Anfänger Sternenbilder sieht oder gar Bilder von der Milchstraße, werden sich bestimmt einige gedacht haben, dass dafür eine teure Ausrüstung im Spiel war.

Da kann ich dich beruhigen, du brauchst lediglich deine Kamera, ein Stativ und im besten fall, hast du auch ein Fernauslöser. Dieser ist aber keine Pflicht.

Wie du Sterne Fotografieren kannst und worauf du achten solltest, möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen.

Vorbereitung

Um Sterne zu fotografieren, sollte es natürlich Nacht sein. Der Ort, an dem du Sterne Fotografieren möchtest, sollte so dunkel wie möglich sein. Ist die Lichtverschmutzung am Himmel zu stark, kann das Ergebnis negativ beeinflusst werden.

Nimm auch ausreichend Akkus mit, da wir mit Langzeitbelichtungen arbeiten werden, sind die Akkus schnell runter.

Denke auch an dich 🙂 , wenn du irgendwo in der Pampa sitzt, um eine ganze Nacht lang den Sternenhimmel zu fotografieren, solltest du warme Klamotten einpacken und vielleicht noch eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Nimm am besten auch noch eine Taschenlampe mit, wer weiß wozu diese noch gut sein kann 😉 .

Ausrüstung

Stativ

Ein Stativ ist unerlässlich, wenn du Sterne Fotografieren möchtest. Da wir in der Nacht arbeiten, müssen wir mit einer Langzeitbelichtung arbeiten, um Sterne auf einen Bild sichtbar zu machen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Kamera einen Stabilen und ruhigen sitz, hat. Sollte die Kamera wackeln, führt das zu unschönen Ergebnissen und das Bild ist unbrauchbar.

Fernauslöser

Ein Fernauslöser ist jetzt nicht unbedingt Pflicht, vereinfacht aber deine Arbeit ungemein. Wir müssen unbeabsichtigte Erschütterungen an der Kamera vermeiden. Zu solchen Erschütterungen oder versehentlichen Wackler an der Kamera kann es kommen, wenn du z. B. den Auslöser an der Kamera drückst.

Hast du keinen Fernauslöser, kannst du auch den Integrierten Timer deiner Kamera nutzen, um solche Erschütterungen auch ohne Fernauslöser zu vermeiden.

Objektiv

Du solltest ein möglich lichtstarkes Objektiv nutzen, auch mit dem StandardObjektiv-Kit, kann man schon sehr gute Ergebnisse erzielen.

Stelle die größtmögliche Blende ein, im Idealfall sollte die bei 5.6 liegen. Noch besser wäre eine Blende von 2.8.

Warum Offenblendig?

Das hängt damit zusammen, dass mehr Licht auf den Sensor der Kamera treffen kann und du somit mehr Sterne auf dem Bild sichtbar werden.

Sollte das Objektiv einen integrierten Bildstabilisator besitzen, solltest du diesen ausstellen.

Fokussieren

Da wir in der Nacht arbeiten, wird der Autofokus sehr wahrscheinlich nicht funktionieren. Somit musst du manuell fokussieren. Nur worauf fokussiere ich, wenn es Stock Duster ist?

Manche Objektive bieten die Möglichkeit, dass man auf unendlich (∞) Fokussieren kann. Das vereinfacht natürlich die Sache erheblich.

Kann dein Objektiv das nicht, gibt es noch zwei Möglichkeiten, wie du dein Bild trotz der Dunkelheit scharf bekommst.

Möglichkeit 1: Du legst oder stellst eine Taschenlampe ein paar Meter (ca. 20-50 Meter) von deiner Kamera auf und fokussierst darauf. Hast du einen Funk-Fernauslöser, kannst du auch dich oder ein Objekt (z.B. ein Rucksack) anstrahlen und Fokussieren. Hierbei sollte jedoch der Autofokus an sein, sobald du fokussiert hast, stellst du ohne weitere Einstellung an dem Fokus auf manuellen Fokus. Fertig.

Möglichkeit 2: Du richtest deine Kamera auf den hellsten Stern aus, den du am Himmel findest (z.B. der Polarstern). Gehe nun in den Live-View Modus (das live Bild wird nun auf dem Display angezeigt) Zoome nun so nah an den Stern, wie du kannst (+ Taste an deiner Kamera). Jetzt kannst du manuell den Stern scharf stellen.

Mach ein paar Probe Aufnahmen und zoome direkt in das Bild hinein, um zu kontrollieren, ob auch wirklich alles scharf ist.

Kameraeinstellung

Du solltest am besten im manuellen Modus fotografieren, da du hier wirklich alle Einstellungen selber vornehmen kannst.

  • Blende
  • Belichtungszeit
  • ISO

ISO Einstellung

Um Bildrauschen zu vermeiden, sollte die ISO so gering wie möglich eingestellt werden. Versuche erst einmal mit einem Wert von ISO 100, ein paar Probebilder. Sollten keine oder nur sehr wenige Sterne zu erkennen sein, dann ist entweder deine Belichtungszeit zu kurz oder die ISO ist noch zu niedrig. Hier heißt es „Versuch macht Klug“.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit hängt einmal von der Brennweite und natürlich von dem Motiv ab.

Je länger du belichtest, umso mehr Sterne kannst du aufnehmen. So die Logik. Da sich die Erde aber dreht, bleiben die Sterne nicht am Himmel stehen, wie es oft den Anschein hat. Belichtest du also zu lange, kann es zu Sternspuren kommen. Die kannst du vermeiden, indem du die Belichtungszeit kürzer hältst.

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